JOURNAL DE VOYAGE

Die Einser-Panier von Marseille

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Wie üblich, der Tag beginnt mit Stiegensteigen. Diesmal führen sie in den 2. Bezirk, nein nicht die französiche Schwester der Leopoldstadt, sondern nach „Le Panier“, benannt nach einer Wirtschaft.

Aufstieg in den 2.

Die Kirche, erbaut über einen Römertempel, hatte früher die Aufgabe vor allen Gefahren zu warnen, anscheinend auch vor der Revolution, natürlich stand die Kirche im Lager der Besitzenden, und wenn das ganze Viertel rund herum eher ärmer ist, führt das zu einem Warmabtragen. Von der Reaktion wurde die Kirch wieder errichtet, um alle „Sünden der Revolution“ wegzubeten.

Der Architekt dieses Hauser oder der Besitzer dürfte eher als Schmal-Hans gegolten haben.

Das Viertel wirkt, obwohl mitten im Zentrum, manchmal ziemlich ländlich.

Doch die Kunst des Graffitis sorgt für den Alternativen Touch des Viertels…

Die „Haupstraße“ die Rue du Panier durchzieht das Viertel, hier stand auch das Wirtshaus.

Wo es viele arme Leute gab, machte auch das Armenhaus in der Nachbarschaft gleich Sinn, die „Charite“, sie gab auch vielen Obdach, die Opfer der Stadteilzerstörung durch die Nazis wurden und wurde in den 60ern Jahren vor der kompletten Demolierung gerettet, heute gibts da einige Kunsthanderwerker und 2 Museen, darunter das für Poesie. Schöner Titel…

In der Nachbarschaft einer von vielen lustigen Artshops.

Nächste Station, der älteste Platz der Stadt, dieser war schon als Agora der griechischen Kolonie im Einsatz. Aber interessanterweise kein griechischer Restaurant am Platz, da wären sie aber beleidgt, die Hellenen

Über die Brücke gehts in das Fort St. Jean, einer Befestigungsanlage, ausgebaut vom 14er Wiggerl. Aber als Festung und Stitz des ranghöchsten Adeligen schon seit dem 12. Jhdt in Betrieb.

Gegenüber das Fort St. Nicholas, um die andere Seite der Einfahrt zu schützen.

Der Turm, errichtet von den Johannitern, als sie noch Zei dafür hatten und nicht als Komparsen für diverse österr. Filme im Einsatz waren, bewacht ebenfalls seit über 800 Jahren den Hafen.

Wichtig war für den Ludwig naütlrich auch, daß die Kanonen in die Stadt zielen können unter dem Motto: „Dem Volk darf nicht vertraut werden“, vor allem, wenn so viele Matrosen, Seeleute und Arbeiter in der Stadt sind. Die Festung wurde aber gestürmt während der Revolution und die Kanonen unschädlich gemacht macht.

Von der Festung hat man ebenfalls eine guten Blick auf das moderne Gesicht der Stadt auf das Gebiet der ehemaligen Hafenanlagen. Wie in jeder Großstadt haben sich Häfen überlebt und die Städte sind gezwungen den entstanden Platz neu zu „bespielen“, Marseille hat viel Geld von der EU in die Hand genommen und diverse Mussen, die sich mit der Geschichte und Entwicklung des Mittelmeerraums beschäftigen, gebaut. Die Kathedrale war schon vorher da, die wurde nicht mit EU Geldern errichtet.

Highlight, auch architektonisch das Mucee, mit der Festung, die ebenfalls als Ausstellungsraum verwendet wird, über einen Steg verbunden.

Vor allem die Fassade animiert den Besucher selber sich als Fotokünstler zu versuchen, zeigt doch daß der Architekt alles richtig gemacht hat.

Im Gegensatz zu den Herrschaften, die diesen Kubus mit Inhalt füllen sollten, das ihnen nicht wirklich gelingt. Zwar in guten Ansätzen erklärt die Hauptausstellung über die historischen Großmächte des Mittelmeers im 16. Jhdt, aber es wird dann vom 16. Jhdt. in die Jetztzeit gesprungen, ohne zu erkären wie es weiter ging. Ohne auf Probleme einzugehen. Ohne Algerien und den Kolonialwahn der Franzosen zu erwähnen, das verlangt man schon mittlerweile von einem Museum.

Dafür eine höchst sonderbare Austellung über Entwicklung der Landwirtschaft auf Volksschulniveau. Sollte dies die Zukunft einer Museumgestaltung sein, wär das bei diesen Gebäude wirklich schade und ein Haubenlokal braucht es eigentlich auch nicht auf der Terrasse, die noch dazu eine Freundlichkeit einer DDR Kantine aus den 60ern Jahre zeigen.

Verlassen wir den Landeplatz der Museumsraumschiffe und hoffen wir, daß sie in Zukunft einen bessern Kurs steuern, nebenan gibts noch die alten Docks sprich Lagerhäuser des Hafens, auch die wurden einer neuen Nutzung zugeführt.


Die oberen Stockwerke werden für Startups verwendet. Das „Innere“ findet als hochklassiges Einkaufszentrum samt Gastronomie Verwendung. Einmal ganz was anderes, aber durch die Höhe schon eine ziemlich eindrucksvolle Weihnachtsdeko.

Damit ist Marseille beendet, dankenswert hat die Stadt uns Reisenden ein Denkmal gesetzt, sehr löblich. Morgen gehts per TGV zurück nach Lyon.


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