JOURNAL DE VOYAGE

!proxima station: Bellas Artes!

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Santiago meldet auch heute wieder Hochsommer mit sportlichen 32 Grad. Da läßt der Großstädert das Leben leichter angehen.

  
Obwohl heute Markttag bei mir in der Nachbarschaft ist. Sprich eine Gasse wird blockiert und die Standln aufgestellt.

  
Bei der sommerlichen Hitze eignet sich die U Bahn als Transportmittel perfekt, wenn nicht gerade der Wagon übervoll ist.

  
Proxima Station, Belles Artes hört sich einfach besser an als nächste Station Taubstummengasse. Und im Gegensatz zu Wien sind U Bahn Stationen öffentlicher Raum mit Kunst. Seit den Gratiszeitingen kann man das von Wien nicht behaupten. Aber die Carabineris für eine Woche Dienst am Praterstern als Austausch zu holen, wär ein interessantes Experiment.

  
Vor der Station wichtig: der Kiosk mit eiskalten Getränken. Einer von ca. 1 Million hier.

  
Ziel ist das Museum des Gedenkens und der Menschenrechte. Errichtet 2010 20 Jahre nach Ende der Junta unter Pinochet. Es wurde kritisiert, daß es lange gedauert hat dies zu errichten. Das wäre wie wenn in Österreich 1954 ein Museum zur Aufarbeitung der Februarkämpfe und 1958 ein Museum zur Aufarbeitung der NS Zeit errichtet worden wäre. Vielleicht ist es in den nächsten 20 Jahre so weit….

  
Das Museum beschäftigt sich mit dem Putsch gegen Allende, der Machtübernahme des Militärs und der systematischen Ausrottung aller linken Parteien und Gewerkschaften und des Terros gegen Millionen von Chilenen, von denen heute noch viele für immer in Todeslagern verschwunden sind oder im Fuballstadion, das als Gefängnis diente.

  
Es ist ziemlich unfaßbar, was Militär und Polizei unter dem Motto „Terrorbekämpfung“ sich alles für Foltermethoden bedienten. Auch die zynischen Todeserklärungen für Leute, die erschossen wurden, aus der Nazizeit hat man verwendet.

  
Solche Museen sollten sich auch Abgeordnete anschauen, die sonst hirnlos im Parlament Sicherheisgesetze verschärfen und so die Basis für Irre wie Pinochet legen.

  
Nach über 4 Stunden in diesem sehr gut gemachten Museum geht’s zu den Bellas

  
Und Artes. Ein Großgemälde, um die U Bahn Station ja nicht zu verfehlen.

  
Auch hier Markttag, vom Pickup.   

Das „Akrobaten unterhalten Autofahrer“ Programm könnte man bei uns auf Arbeitslose Schauspieler ausweiten, die zB am Gürtel kleine Dramulette für das wartende fahrende Volk gibt. Und ganz oben vom Hügel schaut Jesus zu.

  
Das „Bellas Artes“, das Nationalmuseum der Schönen Künste.

  
Das Zielt ist erreicht,  die schattige Wirtschaft stärkt den Touristen mit einem Glas kalten Pisco, und haucht wieder Leben ein.

  
Daheim angekommen, auch die Marktfahrer sind fertig 

  
Aber der chilenische Adventmarkt hat den Betrieb am Gehsteig aufgenommen.

  

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