JOURNAL DE VOYAGE

Apollo begrüßt den Besucher beim Eingang zur Altstadt und die italienischen Wurzeln der Stadt lassen sich nicht verleugnen.

Deswegen gibts mitten in der Altstadt auch die längste Eistheke der Welt…

Da die Franzosen ja gerne zu Hause urlauben, am Anfang August, ist ja angeblich jede Stadt leer, außer Paris, weil da die Touris aus China und Japan sind, brauchte die junge Republik einen Hausmeisterstrand.

Vom Festungshügel, mittleierweile nur mehr ein Hügel, da die Festungen diverse Kriege zwischen Frankreich, Savoyen, Piemont und den lustigen Habsburgern, die ja immer eifrig im Süden, ob ihrer Liebe für Sommerfrische, mitmischten, nicht überdauerten, haben somit mehrere Eigentümer das Treiben dieser Stadt von oben beobachtet.

Natürlich war nicht das Strandleben und die chillige Art der Nissart was so viele Nationen angezogen hat, diesen Küstenabschnitt zu kontroliieren. Der geschütze Hafen hinter dem Hügel war da eher die letzen 1500 Jahre entscheidender.

Die ersten Städtegründer waren im übrigen ausgewanderte Griechen aus der Gegend vom heutigen Izmir, hätten da die Römer schon das Mittelmeer kontrolliert, hätten die dort eigentlich gar nicht einwandern dürfen. Gut, der Protest da damaligen Einheimischen hielt sich in Grenzen, und die Griechen hatten die besseren Argumenten, sprich Schwerter, Schilder und Helme. Die siedelten am Hügel, wo wir jetzt immer runtergeschaut haben, dort konnten sie immer schön sehen, wer sich da nähert.

Von den Griechen erinnert nich mehr viel, aber die Römer haben sich in der Gegend gleich wohnlich eingerichtet und auch erste touristische Maßnahmen gesetzt, wie eine Arena für 4.000 begeisterte Zuseher.

Diese römische Siedlung hatte einen ziemlich großen Bäderbereich, wahrscheinlich deswegen damit die römischen Gebirgslegionäre sich nach ihrer harten Zeit in den verschneiten Alpen wieder aufwärmen können.

Die rote Villa links wiederum ist nicht römisch, sondern gehörte dem Maler Henry Matisse, der wegen den tollen Lichtverhältnissen angeblich hier herzog, oder eher doch das bessere Klima als in Nordfrankreich, wo er herkommt. Auch Queen Victoria hat sich ein bescheidenes Winterausweichquartier in die Nachbarschaft gebaut, ein sehr bescheidenen Palast, heute ein Hotel.

Auch der Verlierer von Aspern machte die Stadt unsicher, und quartierte sich hier ein, bevor den Italien-Feldzug startete.

Italien ist ein gutes Stichwort, ohne Garibaldi gäb es kein geeintes Italien. Er wurde in Nizza geboren und lebte in einem Haus am Hafen.

Gegenüber auf der anderen Seite konnte er jeden Tag einen Blick auf die Galeerensträflinge werfen, die am Hafen untergebracht wurden. Das war der Grund, um die ItalienerInnen aus den Ketten der Habsburger zu befreien.

Heute dient diese Gefängnis als Kunstgalerie.

Kunst im öffentlichen Raum gibt es viel, wie man sieht wird es auch angenommen.

Die meisten Fans hat aber der Wasserpark mitten im Zentrum, indem man Parkpläzte und Parkgaragen in einen großen Garten umgewandelt hat.

Auch unser Begrüßungsapollo hat so seine Freunde in lufiger Höhe und somit eine Ansprache, wenn ihm die vielen Touristen mit ihren Selfies zu mühsam sind.

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