JOURNAL DE VOYAGE

Und diese führt in den Sradteil Marais, früher der Sumpf, trockengelegt und erstes Stadterweiterungsgebiet im Mittelalter. Durch die letzten Reste der Stadtmauer schreitet der Flaneur in der Zeit zurück in eine längst vergangene Epoche.

Alte Befestigungsanalagen werden heute für die vielen Lycees in der Umgebung als Sportplatz genützt.

Eins der ersten Palais, errichtet im 15. Jhdt, für diverse Bischöfe. Aber wie üblich in diesem Viertel, der Sumpf der Seine hat auch lustige Überraschungen für die neuen Bewohner parat gehabt wie Pest und diverse Fieber. Und der eintönig wollte den Adel bei sich in Versailles haben, damit ihnen weniger Blödsinn wie diverse Aufstände einfielen.

So blieben viele Palais verlassen zurück, und das einfache Volk z0g ein und nützte sie als Wohn-  und Werkstätte wie dieses Palais einer unehelichen Königstochter…

Damit sich die Prinzessin die Füsschen nicht schmutzig macht, war davor dies die erste gepflasterte Straße des Marais.

Aber immer findet man noch Zeugen aus dem Mittelalter, wie diese beiden die den Abriss von über 15.000 solcher Fachwerkhäuser aus hygienischen überlebt haben

Ein ehemaliger Tempel der Vernunft und Freiheit, heute wär dort die geniale Sammlung des Paris Stadtmuseums zu sehen, aber bis 19 wird umgebaut

Und das alles im Schatten der allmächtigen katholischen Kirche, da kann man sich gut ausrechnen auf welcher Seite die bei den diversen Revolutionen gestanden sind

Da die Revolutionäre einen anderen Ansatz als das „von Gott gesalbte“ Regierungsprinzip hatten, machte man sich daran, Dokumente zu archivieren, eines Sonnkönig natürlich unwürdig. Palais standen einige frei, also nahm man das der Fürsten von Rohan.Nicht zu verwechseln mit dem Reitervolk aus Herr der Ringe.

Ebenfalls im Marais sehr stark vertreten war die jüdische Bevölkerung, hier das „Pletzl“, wie man sieht funktioniert die Integration am besten über den Magen. Die kosher Pita Falafel sind aber wirklich gut

In leerstehnde Satdtpalais kann aber auch zum Beispiel Parfümerien reinbauen.

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Manches Stadtpalais wirkt von außen nicht so attraktiv …

…..Aber es zählen die inneren Werte, wer kann schon mit einer Sammlung von über 5000 Werke vom Grand Maitre aufwarten

Vorbei an ältesten überdachten Pariser Markt aus dem 17. Jhdt, der noch in Betrieb ist und bei jungen Bobos aus der Gegend sehr beliebt ist…

Das nächste Ziel ist der ehemalige Sitz des Großmeisters der Templer, die dort ab dem 12. Jhdt hausten und quasi niemand unterstanden, außer Gott natürlich, aber ist ja weit weg. Jedenfalls hat dort die Maria Antoinette und ihr Göttergatte, der 17. Wigg, zum letzten Mal zum Kuchen gegriffen, bevor es in die “ Concierge“ ging. Aber von Temple steht nichts mehr, auch der legendäre Schatz ist nicht im Park eingegraben. 

Nach gut 14km zieht der Tourtroß dann zum Ziel: Place des Voges. Benannt nach dem braven und fleißigen Steuerzahlern aus den Vogesen, die als erste ihre Steuern ablieferten und war es einfach den brutalen Steuereintreibern zu „verdanken“ 

Prominenter Anrainer dort in einer Mansarde, Victor Hugo, wie man sieht erwartet die Exekutive vor Ort immer noch zahlreiche Groupies, ob der Absperrungen.

Mittelpunkt am Platz: der 13er Wiggerl hoch zu Ross, verheiratet mit einer Austroibererin und ob er wirklich Sonnenkönigvater ist, da streiten sich die Historiker mit der Yellow Press.

Trotz aller Ablenkung ist nun das Ziel ereicht: der Palast der Sullys, heute Zentrale für alle Historische.Denkmäler und Monuments Frankreichs

Und wenn der Flaneur durch dieses Portal schreitet, ist wieder in der Gegenwart und muss sehr bald die Seine Metropole verlassen, um in seine angestammte Heimat zurückzukehren, was in diesen Zeiten nicht so leicht fällt…

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