JOURNAL DE VOYAGE

Ein Sonntag in der vorstadt bei den Kommunarden

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Nach 3 Tagen voll von Sonnenkönigen, Apostolischen Majestäten und sonstigen Gesalbten, die sich zur Unterdrückung des einfachen Volkes von Gott berufen sehen, geht’s heute in die Faubourges von Paris. Ein Vormittag am Sonntag….

Die Kaffeehäuser, zumindest der Garten, noch spärlich besucht

Beim Bäcker ums Eck gibt man sich schon die Klinke in die Hand

Am Grätzel-Markt ist aber schon hektischer Betrieb. Frisches Obst wird feil geboten

In der Markthalle wartet schon das fertige Sonntagschweinsbratl in Form von einem Spanferkerl

Auch den Gansln  ist es schon an den Kragen gegangen.

Utah Beach in der Normandie, bekannt für die Landung der Alliierten, setzt mittlerweile auf Austern

Berühmt waren die Vorstädte aber nicht nur für ihre Märkte, sondern auch für ihre Barrikaden bei diversen Volkserhebungen, für diese Location gibt es sogar ein eigenes Musical.

Besonders erfolgreiche Erhebungen lassen nicht nur die Herrscher erzittern, sondern setzen auch städtebauliche Akkzente, so erinnert nichts mehr an den Kerker der Bastille,mittlerweile steht dort eine Opef, die zum 200Jahr Jubiläum der Erstürmung gebaut wurde, das Denkmal erinnert an die Freiheitskämpfer , darunter liegen Opfer des Aufstandes von 1830.

Heute heizen aber keine Agitatoren ein, sondern ein Jimmy Hendrix für Arme hält die Leute am Bastille Markt bei Laune

….die einen schlürfen Austern, 

Andere können der Versuchung des Noisette nicht widerstehen

Immer wieder findest man noch Relikte der Vergangeheit der Vorstädte, wie die alten Brunnen.

Einige sind noch in Betrieb und stärken den Flaneur mit Quellwasser auf der Straße

Neben der Bastille gilt auch die Mauer der Kommunarden als Symbol gegen den Widerstand gegen die Obrigkeit, die letzten Kämpfer wurden dort erschossen und in einem Massengrab verscharrt.

In dem Zusammenhang steht auch „Sacre Coeur“, handelt es sich doch um ein Symbol der reaktionären Kräfte, um den aufmüpfigen Pariser Vorstadtkindern dauerhaft zu zeigen, wer diese Auseinandersetzung gewonnen hat. Daß diese Kirche auf zum Teil lebendig begrabenen Kämpfern der Kommune errichtet wurde, ist ein weiteres Schmankerl der katholischen Kirche. 

Obwohl dies nicht die ersten Opfer waren, der Saint Denis ging mit seinem Gelaber über Christianisierung den ansässigen Merowinger schon ziemlich auf die Nerven und schlugen ihm den Kopf ab, ohne diesen ging er aber noch gute 10km, in die Richtung, wo heut das Stade de France steht in St. Denis. Was sich die immer so einfallen lassen, die Christen….

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