JOURNAL DE VOYAGE

Heute geht’s in das Dreieck der Jesuiten bei Cordoba. Um ihre Uni zu unterhalten, haben die Jesuiten

da ziemliche viele Filialen ihres Geschäftsmodells errichtet. Der Naz, so nennen ihn die Spanier wirklich,

weist uns den Weg. Nix mit Jesus, die sagen Nazarehner zu ihm….

  
Das alles ist auch Teil eines großen Plans, nämlich des Camino Real. Sprich der King’s Highway. Alle 20km findet man bis zur Grenze nach Peru jesuitische Einkehr- und Labestellen, um Pferde zu wechseln. Der Jesuit an sich als geselliger Herbergsvater, man mag es nicht wirklich glauben.

  
1616 gründeten die Jesusfans die erste Estancia, sprich Plantage. Wer jetzt sich da fest schuftende Klerikale mit 6 Packs beim Mauern und Ziegel schleppen vorstellt, der irrt. Dafür gab es ganz einfach den Berufsstand der Sklaven aus Afrika. Weil die im Gegensatz zu den lokalen Indios keine Seele hatten, qualifizierten sie sich dafür. Man meint ja oft, der österr. Beamte im Innenministerium muss in dieser Zeit auch schon existiert haben, ob solcher Definitionen.

  
Nachdem die Seelenlosen mit dem Bau fertig waren, dürften endlich die Einheimischen 6 Tage tätig werden und bekamen Sachen von den Jesuiten gelernt, um sich hier landwirtschaftlich wichtig zu machen. Für jede Tätigkeit hatten sie einen Bruder dabei, quasi einen Spezialisten.Aber auch die Indios sollten nicht leer ausgehen dabei: Gschichten vom Naz und seiner ganzen Crew bekamen sie zu hören und auch Spanisch durften sie lernen. Damit sich auch der König über neue Untertanen freut. 

  
Das Problem war nur: in der Kirche haben Sie nix verstanden, weil da wurde auf Lateinisch unterhalten.

Aber auf Spanischen hallten die Befehle durch den malerischen Innenhof.

  
Nachdem die Idee ziemlich erfolgreich war, hatten man von den Habsburgern und Jesuiten genug. Die Jesuiten wurden aus Südamerika vertrieben. Aber um 1860 zogen die Friauler ein. Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Habsburger Reich. Schlugen hier ihre ersten Zelte auf, und gründeten später den Ort Caroya.

  Ganz wichtig in der Neuen Welt natürlich auch der Wein. Ohne Wein ist er nicht glücklich der Jesuit und muss sich noch mehr Schmerz zufügen beim Selbstgeißeln. Darum die nächste Gründung war ein Weinbetrieb, eine im wahrsten Sinne des Wortes Weinhauerei. Standort: Jessasmaria.

  
Hier hat man 2Stöckig bauen lassen, damit man Platz für den Wein hat. Wahrscheinlich mußte man auch den Buschenschank unterbringen. Möcht nicht wissen, wieviele Brüder da die Treppen raufgewackelt sind, unter dem Motto“Wer noch gehen kann, Stütze den Anderen“. 

  
Im abgelegenen Wald entstand die nächste Plantage, Santa Catalina. Quasi die Großbauern.  

 
Wie man sieht, bekam die Naz Verehrung immer mehr Bedeutung, da die Kirchen immer mächtiger wurden oder die Seelenloser wurde immer geschickter. Jedenfalls war hier die Rinderzucht ein großes Thema. 

  
Jedenfalls war das keine schlechte Entscheidung. Die Zubereitung der diversen Produkte vom Rind hat sich bis heute Kultstatus oder in welchem Land gibt es sonst solche Griller für die Steaks….

  

2 Replies to “Der Naz und seine Ultras”

  1. Hochinterressant,amüsant und intelligent – und auch sehr bequem ohne Strapazen in Südafrika auf dem Sofa zu hocken und virtuell durch Südamerika geführt zu werden – und alles OHNE körperliche Anstrengung! Danke Dir und weiterhin viel Spass.

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