JOURNAL DE VOYAGE

Cordoba kennt jeder Österreicher als Begriff, aber kaum einer die Stadt.

Bei ihrer Gründung war sie eigentlich Hispanaustroakisch, ob einer Mehrbelastung des Kaisers, weil

der mit daheim nicht ausgelastet war.

 
 Wie in jeder spanischen Kolonialstadt im Zentrum: der große Platz.

  
Auch immer mit dabei: das Gebäude der Stadtverwaltung

  

Die große Kirche, um die Menschen klein zu halten und einzuschüchtern..   

  Nicht fehlen dabei, wenn kirchliche Macht gezeigt wird, dürfen die selbsternannten Soldaten von Jesus. Ihre Kaserne besteht aus Teilen der ersten Niederlassung, sprich Holz und Steine wurden recycelt.

  Die Jesuiten prägen überhaupt das Stadtbild, die Kirche ist ein Teil des Stadteils. Nebenan liegt gleich die erste Uni des Landes. Mittlerweile staatlich.
  
Neben der Uni ist auch gleich das Gymnasium, die Bildungsdebatte in Cordoba hatten die Jesuiten fest im Griff, damit ja auch nix falsches gelehrt wird in der Neuen Welt. Mittlerweile machen 120.000 Studenten Cordoba „unsicher“

  
Die jungen Genossen beim Demonstrieren.  

Wenn man diese Gasse, die Mitten im Zentrum liegt, sieht, denk man an nichts Böses…Der Wasserwerfer steht nur zufällig da, wegen der Demo oben.

  
Aber wenn man durch diese Tür zwischen 1975-1980 gekommen ist, war man in mitten im Terrorsystem der Militärregierung. Hier hat sich die D2, eine Geheimdienstabteilung eingerichtet, um politische Gegner zu verhören und zu foltern und meist dann „verschwinden“ zu lassen. 600 Personen, die hier waren sind nie mehr wieder aufgetaucht.

 
Oben sieht man die Kathedrale, einen Steinwurf entfernt, da sind sie dann brav gesessen und haben gebetet, die christlichen Täter. Die politischen Gefangenen haben, nachdem sie registriert wurden, hier aufs Foltern gewartet, mit den Augen verbunden.

  Der Zellentrakt, wo gefoltert wurde, um Geständnisse zu erpressen.

  Die Wohnblöcke ganz nah, die Schreie waren zu hören, aber keiner traute sich was zu machen. Zu groß,die Macht von Militär und Geheimdienst. Natürlich mit „zusätzlichen Gesetzen zur Terrobekämpfung“ ausgestattet. Von der FIFA hat das natürlich auch keiner mitbekommen…

  Aber daß man nach 35 Jahre schon so weit ist, um diese Vergangenheit aufzuarbeiten, ist schon ein Wunder. Das wahre Wunder von Cordoba. Gewidmet Alberto Losada, 22jähriger Gewerkschafter und Basketballer. Sein Skelett wurde 2006 in einem Friedhof gefunden.Auch er war hier….
  

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